Mittwoch, 1. April 2015

Andreas Gabalier und die unerträgliche Leichtigkeit des Schweins


Lieber Andreas Gabalier,
man muss es schon echt sauschwer haben als weisser, heterosexueller nationalrocknroller mit völkischem gehabe. das muss man zumindest annehmen, wenn man mal auf deine äußerungen der letzte jahre schaut.
mal verstört dich "dieser ganze gender wahnsinn" und bringt dich derart durcheinander, dass du glatt die bundeshymne verkackst, ein anderes mal scheint dich die ganze verweichlichung der modernen welt so zu erdrücken, dass du auf dem cover deines letzten albums mit dem jovialdämlichen titel "volksrocknroller" für viele menschen aussiehst, als wolle dein körper ein hakenkreuz nachformen.

und jetzt auch noch das! diese bärtige fummeltrine conchita weissdergeier, die schon beim grand prix so abgeräumt hat (du wurdest beim grand prix der volksmusik leider nur zweiter... das tut sicher weh...) bekommt beim amadeus award drei preise, während du von den in aussicht gestellten vier gerade mal einen mit nach hause nehmen darfst. das muss dem kleinen gabalier ego aber ziemlich gestunken haben... 

denn anstatt diesen erfolg mit freude zu genießen, musstest du unbedingt gegen die blöde transendohle wettern.
das kann dir natürlich keiner verdenken. man wird ja regelrecht diskriminiert, wenn man "als manderl noch auf weiberl" steht.
man müsse auch die "andere seite tolerieren" sagtest du.

nun lass uns mal ganz kurz  das rationale denken zu rate ziehen, bevor wir uns völlig in volksnahheit und stammtischgrütze verlieren...

in wie vielen ländern weltweit ist heterosexualität strafbar? in wievielen ländern dieser welt ist es heterosexuellen untersagt, zu heiraten? sex mit einander zu haben? wo werden heterosexuelle menschen auf der straße beschimpft, wenn sie sich küssen?
rischdisch, nirgendwo.

wieviele gewaltdelikte werden täglich, ach was, jährlich weltweit gegen menschen auf grund ihrer  heterosexualität verübt? ich vermute, selbst du ahnst schon, worauf ich hinaus möchte...

du hast als weisser, heterosexueller mann einfach mal nicht das geringste recht, dich über intoleranz gegen "manderl/weiberl" menschen zu beschweren, denn die gibt es nicht und dir steht die welt offen.

eventuell solltest du einfach mal bessere musik machen und aufhören, dich wie ein riesenwichser aufzuführen. dann würdest du vielleicht auch mehr preise gewinnen und müsstest nicht in bester kanye west manier den anderen ihre erfolge madig machen.

da meine freundin conchita viel zu viel anstand und größe besitzt, sich auf dein niveau zu begeben, will ich dir gerne einen guten rat mit auf den weg geben:

was auch dir nicht so schnell verziehen wird, ist chronisches arschlochtum. und da solltest du vielleicht in zukunft mal ab und an drauf achten. 

du möchtest doch sicher nicht, dass deine kinder, entschuldigung: deine söhne  später in der schule darunter leiden müssen, was für eine vollsemmel sie zum vater haben...

in diesem sinne: schleich di!

Kommentare:

  1. Deine Worte klingen wie die einer intoleranten Pseudoemanze...Sicher hast du in einigen Punkten recht, keine Frage, nur auch MIR geht diese ganze Pseudoliberalisierung für Homos gewaltig auf den Arsch. Ich habe einen schwulen Cousin, und dadurch dass ich die Theaterwelt einmal streifen durfte auch einige schwule Bekannte und Freunde. Es ist für mich selbstverständlich Toleranz zu leben, da muss ich nicht pausenlos darüber kommunizieren, was viele meiner schwulen Freunde übrigens genaus so annervt wie mich.
    Nur eines ist auch ganz klar: Für mein Weltbild und das gebe ich auch so an meine Kinder weiter ist erstmal HETERO normal!
    Zu diesem beschissenen Genderwahn ebenso: Wir sollten in unserer Gesellschaft mal tatsächlich beginnen die Stellung der Frau, insbesondere die enorme Leistung der Mutter entsprechend zu wertschätzen und zu würdigen - auch entgeltlich. Schließlich leisten sie die entscheidende Arbeit in den Familien und in der Kinderentwicklung.
    Dann brauchen wir nicht so künstliche "Anpassungen", weder in der Hymne noch in den Schulbüchern.
    Es geht also um ECHTES INNERES und nicht um AUFGESETZTES ÄUSSERES.

    Ich bekenne mich ganz klar zu Menschen wie Andreas G. - der einfach seine Meinung äußert und von denen die ganz laut Toleranz rufen beschimpft wird. Tja, Toleranz ist ein leicht geschriebenes aber schwer gelebtes "Wort".

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  2. Normal sollte sein, dass man andere zunächst als Mensch akzeptiert. Da spielt Herkunft, Hautfarbe oder sexuelle Präferenz keine Rolle.

    Leider packen zu viele Menschen alles immer noch in Schubladen

    Hört auf Eure Kinder mit Euren Vorurteilen zu belasten, dann gibt es vielleicht eine Chance auf eine friedlichere Welt.

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